DJ Rezario

Eigentlich will ich nur tanzen, und zwar auf der Linie und am Liebsten on2. Ich wollte auch nicht DJ'en - nur tanzen :-) Wegen meiner privaten iPod Sammlung wurde ich dann mal gefragt, ob ich nicht auflegen will... und ich habe nein gesagt (weil ich ja nur tanzen will :-) Klang mir auch zu stressig, Songs suchen, pitchen, faden, Klang einstellen, Mischpult anstöpseln, Software, Soundkarte, Controller, etc..... Ich will doch nur tanzen.

Ein paar Leute blieben sehr hartnäckig - Marion Marionita, Fabrice Krieger, und Manolis Mambolis bot an, dass wir es zusammen machen. So fingen wir im Dezember 2009 unsere Paukeparty an. Die Party war ein Kulturschock :-) und die bisherigen Gäste mussten sich zumindest an "unserem" einem Sonntag im Monat auf andere Songs einstellen.

Plötzlich machte das Auflegen Spass, man sah fröhliche Leute, tolles Feedback (meistens...) und immer mehr Gäste! Da ich nachwievor viel Tanzen ging, wollte ich nicht andere DJs kopieren und nicht immer die selben Songs spielen, so begann ich meine Reise auf der Suche nach experimentellen, exotischen Salsastücken - mit einem Hauch Bossa, Samba, orientalisch, sowie groovig-jazzige Mambostücke.

Damit begann die "Sucht", wie sie alle DJs haben - die Sucht nach Songs. Nächtelange Suche nach DEM LIED. Dubiose Bestellwege (Kolumbien, Senegal, Äthiopien, Mumbai...), die ich dank meiner Tagesarbeit kombinieren konnte, Internetrecherchen, Austausch mit anderen... Seitdem schätze ich andere DJs immer mehr, denn hinter jedem Song stecken teilweise etliche Wochen an Arbeit und Suche, aber es ist ein magisches Gefühl, wenn man dann DEN SONG gefunden hat :-)

Ich sehe mich bis heute nicht als DJ, sondern als auflegender Tänzer, ich halte nichts von Old-School-is-real-school-Dogmas und spiele alles, worauf ich selber als Tänzer gerne tanze. Ich denke das zeichnet bis heute meine Linie aus. Ich bin dankbar, dass es hartgesottene Unterstützer gibt, die regelmäßig auf unsere Parties kommen und anscheinend diese Experimente mögen :-)

Nach der Pauke kamen die ersten Anfragen, als allererstes DJ Yossinho zum Auflegen im Nyx und DJ Mano-Hands on Mambo für das Cafe Ada. Puuuh- was war ich da nervös! Es folgten weitere Gigs, die Home Base blieb die Pauke...

Als die Mambo Twins Mehdi und Sebi dann mit der MamboMadness-Reihe begannen, hatte ich das Angebot bekommen, in der Anfangsphase mal aufzulegen, und so ist aus dem "einen Mal" eine regelmäßige Reihe geworden. Ich bin dankbar für alle Anfragen und Auftritte, für das Vertrauen der Veranstalter und Co-DJs und noch mehr für die wachsende Anzahl an Gästen. Einige unter ihnen, z.B. Andreas und Holger, haben seit meinen ersten Tagen bis heute fast keinen Auftritt verpasst, Wahnsinn!

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